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Finanzteams, die KI-Agenten einsetzen, müssen nachweisen können, wie diese Agenten Accounting-Prozesse ausführen, welche Controls ihre Arbeit steuern und wer verantwortlich ist, wenn etwas schiefgeht.
Dies war ein zentrales Thema des Audit-Ready Finance in the Age of AI Panels auf der TakeControl London 2026, bei dem untersucht wurde, wie etablierte Prinzipien des internen Kontrollsystems auf KI angewendet werden können.
Oder anders ausgedrückt: Die Technologie mag neu sein, aber die zugrunde liegenden Verantwortlichkeiten bleiben dieselben. Das bedeutet, dass immer noch jemand die Verantwortung übernehmen muss, wenn ein KI-Agent einen wesentlichen Fehler begeht.
Natürlich ist das nichts Neues. Als ich Finance Director war, hätte ich meinem CFO gegenüber niemals behaupten können, dass ein fehlerhafter Journal Entry nicht in meine Verantwortung fällt, nur weil ihn jemand anderes aus dem Team verbucht hat.
Dasselbe gilt für KI. Anstatt die Schuld auf jemanden im Team zu schieben, müssen Finanzverantwortliche die Prozesse verstehen, die ihre Agenten ausführen, den richtigen Kontext bereitstellen und sicherstellen, dass angemessene Reviews stattfinden.
Hier lieferte die Expertise von Lucia Wind, SVP of Risk & Audit Advisory bei FloQast, während des Panels wertvolle Einblicke. Lucia leitet zudem das Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO)*, das weit verbreitete Frameworks für das interne Kontrollsystem und Risikomanagement entwickelt.
Sie erläuterte, wie die COSO-Leitlinien Organisationen dabei helfen, die Risiken KI-gestützter Accounting-Prozesse zu bewerten und entsprechende Controls zu implementieren.
Entscheidend war ihre Erklärung, wie FloQast diesen Ansatz innerhalb unserer eigenen Risk- und Compliance-Plattform anwendet. Dies ermöglicht es Finanzteams, KI-Agenten zu bewerten, Risikokontrollmatrizen zu entwickeln und Belege / Nachweise für deren Arbeit zu erfassen.
Obwohl sich die regulatorischen Anforderungen zwischen Großbritannien, Europa und den USA unterscheiden, müssen Finanzteams dennoch beurteilen, ob Fehler ihre Finanzberichte wesentlich beeinflussen könnten, ob Controls umgangen werden können und ob eine angemessene Funktionstrennung besteht.
Ehrlich gesagt könnte ich seitenweise über Regulierung und Compliance schreiben, da dies ein Thema ist, das für unsere Arbeit im Finanzwesen grundlegend ist. Aber während einige Leute zur TakeControl London 2026 kamen, um diese Themen zu erörtern, bin ich mir auch bewusst, dass andere hören wollten, was andere Unternehmen tun und welche Ergebnisse sie erzielen. Und es gab einige beeindruckende Beispiele.
Zum Beispiel hat das japanische Pharmaunternehmen Shionogi seinen finanziellen Monatsabschluss in der EMEA-Region von vier Tagen auf nur einen Tag verkürzt.
Die Verbesserung resultierte aus der Überarbeitung bestehender Prozesse, der Etablierung klarerer Workflows und einer besseren Transparenz über den Fortschritt für das Finanzteam. Das Ergebnis ist, dass das Team den Abschluss nun am ersten Tag um 17 Uhr feiern kann, anstatt bis spät in die Nacht zu arbeiten, um Fristen einzuhalten.
An anderer Stelle führte das Finanzteam der PageGroup – der globalen Personalvermittlungsgruppe hinter Marken wie Michael Page – Abstimmungen, Checklisten und Abweichungsanalysen ein, um eine größere Konsistenz in ihre Prozesse zu bringen.
Infolgedessen erhalten Manager durch dokumentierte Freigaben eine klarere Übersicht über die erledigten Arbeiten und die Verantwortlichkeiten. Zudem bewegt sich das Unternehmen durch KI-gestütztes Transaction Matching in Richtung einer stärkeren Automatisierung.
Eine wichtige Erkenntnis aus ihrer Erfahrung war, wie wichtig es ist, das Finanzteam in Prozessänderungen einzubeziehen, anstatt lediglich neue Technologien einzuführen und zu erwarten, dass diese ohne Weiteres angenommen werden.
Und schließlich stand der internationale Automobilhändler Group 1 Automotive vor der Herausforderung, Finanzprozesse über verschiedene Marken hinweg zu standardisieren.
Anstatt sofort auf eine neue Arbeitsweise umzustellen, führte das Unternehmen seine bestehenden Prozesse etwa drei Monate lang parallel zu den neuen weiter. Dies gab den Teams die nötige Zeit, die Ergebnisse zu überprüfen und Vertrauen in die Veränderungen aufzubauen.
Die drei Beispiele zeigen, dass die Verbesserung von Finanzabläufen nicht allein durch die Einführung neuer Technologien erreicht wird. Klare Prozesse, Transparenz und Verantwortlichkeit sind die Voraussetzungen dafür, dass Teams effizienter arbeiten und den Ergebnissen vertrauen können.
Was mich an diesen Diskussionen beeindruckt hat, ist die große Gemeinsamkeit. Ob Sie KI-Agenten einführen oder die Bücher schneller abschließen möchten: Sie müssen den Prozess verstehen, die richtigen Controls etablieren und sicherstellen, dass jeder seine Verantwortlichkeiten kennt.
Und wenn Sie KI ins Spiel bringen, muss die Revisionsfähigkeit von Anfang an integriert sein – und nicht erst dann, wenn die Technologie bereits im Einsatz ist.
Wenn diese Grundlagen stimmen, geben Sie Ihrem Finanzteam das Vertrauen, anders zu arbeiten – sei es durch die Einführung von KI oder dadurch, dass am Ende des Close alle pünktlich in den Feierabend gehen können.